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Geschichte der
SV Eintracht Lüneburg


Nach der Kündigung unseres Platzes in Wilschenbrook im Jahre 1926 genossen wir zunächst Heimrecht auf dem Exerzierplatz. Aber lange währte diese Freude nicht, denn der Millitärfiskus benötigte die Anlage für seine Zwecke. Danach ging es zu den "Sülzwiesen". Alle Versuche, durch die Stadt Lüneburg Gelände zur Errichtung eines Platzes zu bekommen, scheiterten leider.

Unseren Vorstzandsmitgliedern verdankt es die Vereinigung, dass die Hofbesitzer Bleeken und Fricke aus Oedeme ein an der Soltauer Straße gelegenes gelände zur Verfügung stellten. Dieses schien auf den ersten Blick gesehen kaum für ein Sportplatz geeignet. Aber unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden dar schon als Baurat beruflich die Vorraussetzungen für die Planung und Durchführung mitbrachte, gelang es in verhältnismäßig kurzer Zeit - ca. 1/2 Jahre - unter Mithilfe von Firmen aus dem unwegsamen und hügeligen Gelände eine wohl einmalige Anlage zu schaffen. Was die Verantwortlichen und alle Mitglieder zu dieser Zeit an arbeit und Entbehrungen auf sich nahmen, ist nicht mit kurzen Sätzen zu beschreiben. Pünktlich am 04. August 1929 konnte die Einweihung dieser herrlichen Anlage durchgeführt werden. Durch den Bau war nicht nur das letzte Geld ausgegangen, sondern verständlicherweise waren noch Schulden hinzugekommen. Aber trotzdem hatten die Verantwortlichen den Mut, mit dem Bau des B- Platzes zu beginnen. Hierfür wurde eigens ein freiwilliger Arbeitsdienst aufgezogen. Dann war nach vielen Mühen und Sorgen endlich auch der B- Platz fertig. Anlässlich des 30 - jährigen Stiftungsfestes im Jahre 1933 konnte dieser ebenfalls in einer Feierstunde, mit der zugleich die Ehrenmaleinweihung auf der Anlage verbunden wurde, seiner Bestimmung übergeben werden.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde unsere Anlage durch die Besatzungsmacht beschlagnahmt. Während dieser Zeit genossen wir Gastrecht beim LSK, MTV und Treubund. Allmählich lockerten sich die Bestimmungen zumal wir mit der englischen Besatzungsmacht ein gutes Verhältnis besaßen und diese außerdem selbst sehr sportinteressiert war. Aufgrund des guten Verstehens zwischen den beiden Partnern unterbreiteten die damaligen vorstandsmitglieder den Engländern einen Plan zum Bau eines Platzheimes auf der Anlage " Hasenburg". Dieser wurde von ihnen genehmigt. Aber dagegen verzögerten leider die beauftragten Baufirmen die Ausführung darart, dass das Heim erst nach der währungsreform fertig wurde. Für unsere Vereinigung bedeutete allerdings diese Verzögerung eine spürbare Belastung. Aber man besaß nun endlich ein Heim mit mehreren Umziehräumen und einer Platzwartwohnung auf ihrer Anlage. Das geschah 1947. Ein weiterer Bauabschnitt wurde am 18. November 1970 fertiggestellt - die Einweihung unseres Jugendheimes. Trotz vieler Schwierigkeiten bei der Durchführung - es wurden alleine in Eigenarbeit 5551 Stunden geleistet - wurde ein 100 qm grosser Gastraum mit Toiletten und Umziehräumen für die Schiedsrichter geschaffen. Im Kellergeschoß liegen die zahlreichen Umzieh-, Massage- und Abstellräume. 1998 wurde das Dach auf dem Vereinsheim komplett erneuert. Dieses wurde soweit heruntergezogen, dass ein gut ausgebauter Unterstand mit überdachten Steh- und Sitzplätzen geschaffen wurde. Um den Spielbetrieb mit 8 Herren - und 12 Jugendmannschaften reibungslos über die Bühne zu bekommen, ging man im Jahr 2002 an die Planung, den B- platz aufzuteilen und hierraus zwei Großplätze zu schaffen. Man sieht hieraus, dass auf der "Hasenburg" wieder viel los ist.



Quelle- SVE- Jubiläumsfestzeitschrift

Die Hasenburg


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